Städte: Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Bonn, Karlsruhe
Eine private oder internationale Schule kann in Deutschland sinnvoll sein. Dafür sollte es einen konkreten Grund geben: Unterricht auf Englisch, ein Internat, eine bestimmte Pädagogik oder eine Förderung, die zu Ihrem Kind passt. Die örtliche öffentliche Schule gehört ebenfalls in den Vergleich, besonders wenn Ihre Familie länger bleibt.
Die sechzehn Bundesländer tragen die Verantwortung für ihre Schulsysteme. Schulformen, Übergänge, Ferien und Aufnahmeverfahren können sich unterscheiden. Erfahrungen aus einem anderen Bundesland liefern vielleicht gute Fragen, aber nicht die Regeln für Ihr Kind. Die Kultusministerkonferenz (KMK) erklärt die gemeinsame Grundstruktur.
Was der Status einer Privatschule bedeutet
Eine Ersatzschule ist eine Schule in freier Trägerschaft, die als Ersatz für eine entsprechende öffentliche Schule genehmigt ist. Dort kann die Schulpflicht erfüllt werden. Ersatzschulen unterstehen der staatlichen Schulaufsicht. Zu ihnen gehören unter anderem viele konfessionelle, reformpädagogische und bilinguale Schulen. Informationen der KMK zu Schulen in freier Trägerschaft.
Genehmigt und staatlich anerkannt sind keine Synonyme. Die staatliche Anerkennung ist mit weiteren Rechten verbunden, etwa Prüfungen abzuhalten und gleichwertige Abschlusszeugnisse zu erteilen. Die Einzelheiten regelt das zuständige Bundesland. Fragen Sie, wo Ihr Kind seine Prüfungen ablegt und wer das Zeugnis ausstellt. Das Brandenburger Bildungsministerium erläutert die Unterscheidung am Beispiel seines Landesrechts.
Eine Ergänzungsschule bietet Bildung außerhalb des entsprechenden öffentlichen Angebots. Manche internationale Schulen gehören in diese Kategorie. Der Name allein beantwortet nicht, ob der Besuch für ein bestimmtes Kind die Schulpflicht erfüllt. Lassen Sie sich die geltende Regelung von der Schule und der zuständigen Schulbehörde schriftlich bestätigen. Bundesland und persönliche Situation können eine Rolle spielen.
Der Status kann innerhalb einer Schule nach Jahrgang wechseln. Die BBIS bezeichnet zum Beispiel die Klassen bis Grade 10 als Ersatzschule und die Grades 11–12 als Ergänzungsschule. Fragen Sie deshalb nach dem Status des konkreten Bildungsgangs Ihres Kindes.
Internat bezeichnet die Unterbringung über Nacht. Ein Tagesinternat bietet in der Regel einen verlängerten betreuten Schultag ohne Übernachtung. Beide Begriffe sagen noch nichts darüber aus, ob der Unterricht zum Abitur, IB Diploma oder zu einem anderen Abschluss führt.
Bei einer konfessionellen Schule sollten Sie nach verpflichtenden religiösen Angeboten und der Teilnahme von Kindern anderer oder keiner Religion fragen. Bei Waldorf- oder Montessori-Schulen ist wichtig, wie die Pädagogik mit Prüfungen und möglichen Schulwechseln verbunden wird.
Grundschule und Übergang in die Sekundarstufe
Kinder beginnen die Schule in der Regel um das sechste Lebensjahr. Die Grundschule umfasst meistens die Klassen 1–4, in Berlin und Brandenburg die Klassen 1–6. Besondere frühere Übergänge können möglich sein. Prüfen Sie daher das Verfahren vor Ort. Erklärung der KMK zur Grundschule.
Der Wechsel in die Sekundarstufe erfolgt folglich oft um das zehnte Lebensjahr, in Berlin und Brandenburg meist um das zwölfte. Ein Gymnasium führt zum Abitur, der allgemeinen deutschen Hochschulzugangsberechtigung. Andere Schulformen wie Gesamtschule, Realschule und Gemeinschaftsschule bieten je nach Bundesland unterschiedliche Abschlüsse und Übergänge. Fragen Sie nach den tatsächlichen Entwicklungsmöglichkeiten, statt die erste Entscheidung nach der Grundschule als endgültiges Urteil zu behandeln.
Internationale Schulen verwenden möglicherweise andere Klassenbezeichnungen. Nennen Sie der Aufnahme die Geburtsdaten, den derzeitigen Lehrplan und die Zeugnisse. Eine Grade 6 und eine Year 6 müssen nicht demselben deutschen Jahrgang entsprechen.
Wenn Ihr Kind neu Deutsch lernt, fragen Sie nach der Fachsprache für Aufsätze, mathematische Erklärungen und Prüfungen. Alltagssprache ist wichtig, reicht aber für Unterricht und Abitur nicht immer aus. Lassen Sie sich erklären, wann die Förderung stattfindet und wie der Fortschritt bewertet wird.
Abitur, IB oder Europäisches Abitur?
Das IB Diploma und das Europäische Abitur sind andere Abschlüsse als das deutsche Abitur. Das Abibac verbindet das französische Baccalauréat mit dem deutschen Abitur. Entscheidend sind die aktuelle Bildung Ihres Kindes und die voraussichtliche nächste Station.
Ein IB Diploma kann den Zugang zu deutschen Hochschulen ermöglichen. Fächerkombination, Kursniveaus und weitere Anerkennungsbedingungen müssen jedoch stimmen. Prüfen Sie diese Bedingungen vor der Fächerwahl für die letzten beiden Schuljahre. Die KMK veröffentlicht die geltenden Vereinbarungen zum Hochschulzugang, einschließlich der IB-Vereinbarung. Hochschulen können zusätzliche Fach- und Sprachvoraussetzungen haben.
PYP und MYP bedeuten Primary Years Programme und Middle Years Programme des IB. Sie beschreiben frühere Schulstufen, sind aber keine zusätzlichen Hochschulzugangsberechtigungen. Prüfen Sie auch an einer IB-Schule, welches Programm und welche Fächer der konkrete Standort anbietet.
Bei einem späteren Umzug sollte die mögliche aufnehmende Schule erklären, wie ein Wechsel funktionieren würde. Wenn Ihre Familie bis zum Schulabschluss bleiben könnte, verdient ein deutschsprachiger Abschluss ernsthafte Prüfung. Keiner der Wege passt automatisch zu allen international mobilen Familien.
Bewerbungen am tatsächlichen Kalender ausrichten
Es gibt keine bundesweite Bewerbungsfrist für Privatschulen. Beachten Sie zuerst den Übergangskalender Ihres Bundeslandes und anschließend die eigenen Termine der Schule. Nennen Sie bei einem Umzug schon in der ersten Anfrage Ankunftsmonat, Sprachen und aktuellen Lehrplan.
Eine Recherche im Herbst vor dem gewünschten Schuljahr lässt Zeit für Vergleiche und Unterlagen. Das ist eine Planungsempfehlung, keine Zusage, dass Bewerbungen bis zum Frühjahr möglich sind. Auch eine laufende Aufnahme hängt von freien Plätzen im jeweiligen Jahrgang ab.
Bei einem Internat müssen Schulplatz und Internatsplatz getrennt geprüft werden. Fragen Sie nach Probewohnen, Wochenendbetreuung, Heimfahrten und Ferien. Ein freies Zimmer sagt noch nichts über die Eignung des Lehrplans aus.
Fordern Sie die vollständige Gebührenordnung für das gewünschte Schuljahr an. Trennen Sie Schulgeld, Transport, zusätzliche Sprachförderung, Reisen, Aufnahmegebühren und Kapitalbeiträge. Beim Ganztag gehören auch Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und AGs in die Rechnung.
Regionale Vergleiche
Die folgenden Schulen sind Ausgangspunkte, keine Rangliste und keine Behauptung über typische Besichtigungstouren. Stadtführer bieten weitere Einzelheiten. Auch Stuttgart, Köln, Leipzig und Dresden erfordern eine eigene lokale Suche; die Beispiele hier sind nicht vollständig.
Frankfurt und Rhein-Main
Die Frankfurt International School ist eine Möglichkeit für eine internationale IB-Ausbildung. Vergleichen Sie die Europäische Schule Frankfurt in Praunheim, wenn Ihre Familie deren Aufnahmebedingungen erfüllt. Diese führt zum Europäischen Abitur, nicht zum IB.
Europäische Schulen verwenden Aufnahmekategorien, die mit den institutionellen oder beruflichen Voraussetzungen der Familie zusammenhängen. Kategorie I umfasst grundsätzlich berechtigte Beschäftigtenfamilien, Kategorie II Schüler im Rahmen einer Vereinbarung und Kategorie III andere zahlende Bewerber, soweit sie aufgenommen werden. Es sind keine Leistungsgruppen. Prüfen Sie Berechtigung, Sprachabteilung und Kapazität nach den aktuellen Regeln. Siehe Frankfurter Schulführer.
München und Umgebung
Die Munich International School am Schloss Buchhof und die Bavarian International School bieten IB-Programme. Vergleichen Sie den Standort Ihres Kindes und den Schulbus von einem möglichen Wohnort. „Munich“ im Namen garantiert keinen innerstädtischen Schulweg.
Die Europäische Schule München mit Standorten in Fasangarten und Neuperlach führt zum Europäischen Abitur. Zu ihrem institutionellen Umfeld gehören Familien des Europäischen Patentamts. Bestimmen Sie anhand der aktuellen Regeln Kategorie und Standort. Siehe Münchner Schulführer.
Berlin und Brandenburg
Die John-F.-Kennedy-Schule ist eine schulgeldfreie öffentliche deutsch-amerikanische bilinguale Schule von der Eingangsklasse bis Grade 12. Für die Aufnahme gelten konkrete Regeln zu Staatsangehörigkeit und Sprache. Sie ist keine frei zugängliche gebührenpflichtige internationale Schule.
Die BBIS Berlin Brandenburg International School liegt in Kleinmachnow im Land Brandenburg, also außerhalb Berlins. Unterrichtssprache ist Englisch; die Schule bietet IB-Programme und Internatsplätze ab Grade 9. Die Gebühren 2026–27 sind veröffentlicht. Beachten Sie für den Jahrgang Ihres Kindes den oben erklärten Statuswechsel.
Das Canisius-Kolleg am Tiergarten ist ein Jesuitengymnasium. Es passt zu einer Suche nach deutschsprachiger Schulbildung mit religiösem Profil, nicht zu einer englischsprachigen IB-Fortsetzung. Seit 1. August 2026 gilt eine neue Schulgeldordnung; fragen Sie nach dem Betrag für Ihre Familie. Der Berliner Schulführer vergleicht diese drei Angebote in zwei Bundesländern.
Internate im Süden
Vergleichen Sie Schule Schloss Salem und Kolleg St. Blasien, wenn das Internat im Mittelpunkt steht. Prüfen Sie Abschluss und Sprachanforderungen vor der Unterbringung.
St. Blasien ist ein Jesuitengymnasium mit Internat im Hochschwarzwald. Es führt zum Abitur, nicht zum IB, und veröffentlicht Gebühren 2026/27 für externe und interne Schüler. Fragen Sie auch nach einem gewöhnlichen Wochenende. Siehe St.-Blasien-Führer.
Hamburg
Die International School of Hamburg in Groß Flottbek bietet einen IB-Weg. Das für das Porträt gefundene öffentliche Gebühren-PDF war nicht aktuell. Fordern Sie den Tarif für Ihr gewünschtes Jahr an.
Der Phorms Campus Hamburg an der Wendenstraße bietet bilingualen deutsch-englischen Unterricht bis zum Abitur. Die öffentlichen Gebührenangaben sind monatlich. Diese Schule ist der passendere Vergleich, wenn Sie einen bilingualen Weg zu einem deutschen Abschluss suchen. Siehe Hamburger Schulführer.
Düsseldorf und Neuss
Die International School of Düsseldorf bietet das vollständige IB-Kontinuum. Zu den Gebühren 2026–27 kommt eine einmalige Aufnahmegebühr, die in das Budget des ersten Jahres gehört.
Die ISR International School on the Rhine in Neuss führt über IGCSEs zum IB Diploma. Sie beschreibt sich als Ergänzungsschule und finanziert sich über Schulgeld. Die geprüften Seiten veröffentlichen keine Gebührentabelle. Fordern Sie ein Angebot an und klären Sie die Regelung zur Schulpflicht. Siehe Düsseldorfer Schulführer.
Bonn
Die Bonn International School an der Martin-Luther-King-Straße ist eine IB-Schule. Die öffentliche Gebührentabelle nannte bei der Prüfung kein Schuljahr; eine Aufnahmeseite verwies noch auf den 18. August 2025. Lassen Sie beides bestätigen, statt es als aktuelles Angebot zu behandeln.
Die Independent Bonn International School am Tulpenbaumweg verbindet britische und nordrhein-westfälische Anforderungen und erstellt Berichte in beiden Sprachen. Die geprüften öffentlichen Seiten enthalten keine Gebühren. Vergleichen Sie Altersspanne, Übergänge und Sprachen mit der BIS und fordern Sie dann den zutreffenden Preis an. Siehe Bonner Schulführer.
Karlsruhe
Die Europäische Schule Karlsruhe ist eine traditionelle Europäische Schule mit drei Sprachabteilungen und kategoriebasierter Aufnahme. Der zentrale Gebührenbeschluss 2026/27 und das schuleigene Blatt mit der Bezeichnung 2025/26 sind nicht dieselbe aktuelle Preisangabe. Lassen Sie Kategorie und Betrag bestätigen.
Das Fichte-Gymnasium Karlsruhe ist ein städtisches Gymnasium mit einem französischen Weg zum Abibac. Das Anmeldefenster für Klasse 5 im März 2026 ist vorbei. Es ist ein sinnvoller Vergleich für deutschsprachige Schulbildung mit vertieftem Französisch, nicht für ein European-School-Programm. Siehe Karlsruher Schulführer und das offizielle Verzeichnis der Europäischen Schulen.
Fragen für einen Schulbesuch
Fragen Sie anschließend nach dem Alltag. Ganztag bedeutet ganztägiges Angebot, doch Pflichtunterricht, Mittagessen, Arbeitsgemeinschaften und Hausaufgabenbetreuung sind unterschiedlich organisiert. Prüfen Sie Ende und Kosten. Fragen Sie auch, an wen sich Ihr Kind bei sozialen oder schulischen Schwierigkeiten wenden kann und wie die Eltern informiert werden.
Unser Urteil
Wählen Sie einen öffentlichen, privaten oder bilingualen deutschen Weg, wenn Ihre Familie bleiben könnte und die Schule den Stand Ihres Kindes im Deutschen gut unterstützt. Eine internationale Schule ist sinnvoller, wenn Sprache und Lehrplan den Umzug deutlich erleichtern. Ein Internat erweitert den möglichen Radius, verlangt aber eine eigene Entscheidung über Betreuung und Familienleben.
Freundliche Orientierung, keine formale Beratung. Termine immer bei der Schule prüfen.