Die Leysin American School (LAS) ist eine Internatsschule für Mädchen und Jungen in Leysin im Kanton Waadt. Fred und Sigrid Ott gründeten sie 1961. Nach Angaben der Aufnahmeseite wird sie weiterhin von der Familie geführt und hat etwa 280 Schülerinnen und Schüler aus über 50 Ländern.
Die Berglage prägt den Alltag, weil die Kinder dort wohnen. Neben dem Vollinternat bietet LAS ein Fünftageinternat an. Klären Sie Wochenendfahrten, Ferienunterbringung und die altersgerechte Begleitung auf Reisen. Die von der Schule genannten rund 90 Minuten ab Genf sind eine Orientierung, keine garantierte Transferzeit.
Welcher Abschluss passt?
Die Schulstruktur umfasst Grades 7–8 als Middle School, Grades 9–10 als Preparatory Years und Grades 11–12 als Diploma Years. Diese amerikanischen Bezeichnungen sind nicht automatisch mit deutschen oder Schweizer Klassenstufen gleichzusetzen.
In den letzten beiden Jahren führt der Weg entweder zum International Baccalaureate Diploma, kurz IB-Diplom, oder zum amerikanischen LAS High School Diploma. Das vollständige IB verlangt sechs Fächer sowie Forschung, Erkenntnistheorie und kreative, sportliche und gemeinnützige Aktivitäten. Einzelne IB-Kurse neben dem LAS-Abschluss ergeben kein vollständiges IB-Diplom.
Advanced Placement (AP) wird in Grades 10–12 angeboten. Diese Kurse ermöglichen vertieftes Lernen in einzelnen Fächern, sind aber kein eigenständiger Schulabschluss. Lassen Sie Fächerwahl und externe Prüfungen mit den Anforderungen der angestrebten Hochschulen abgleichen.
Die veröffentlichte IB-Aufnahmerichtlinie wurde im September 2025 überprüft. Danach ist ein Schuleintritt auch während des Jahres möglich. Das vollständige IB beginnt jedoch normalerweise zu Beginn von Grade 11. Ein Wechsel in Grade 12 kann gelingen, wenn bisherige Fächer und Stundenplan zusammenpassen. Eine Schulzusage garantiert deshalb keinen späten Einstieg ins IB.
Bewerbung und Förderbedarf
Die Bewerbung erfolgt online. Verlangt werden:
- Zeugnisse der letzten drei Jahre, eine Passkopie und ein Passfoto.
- Drei Empfehlungen von Lehrkräften: Englisch, Mathematik und ein weiteres Fach.
- Ein handschriftlicher Schüleraufsatz.
- Ein Englisch-Einstufungstest für nicht englischsprachig aufgewachsene Bewerber; auch IELTS-, TOEFL- oder Duolingo-English-Test-Ergebnisse werden akzeptiert.
Die Schule nennt zehn Arbeitstage ab Eingang der vollständigen Unterlagen für ihre Entscheidung. Klären Sie vor der Platzreservierung sowohl die Verfügbarkeit im gewünschten Jahrgang als auch den Förderbedarf.
Das Programm English Language Acquisition bietet drei Niveaustufen und sprachlich angepassten natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht. Sprachförderung ist dabei von Unterstützung bei Lernschwierigkeiten zu unterscheiden.
Für Lernunterstützung nennt LAS CHF 3’000 im Fundamental Pathway und CHF 12’000 im Moderate Pathway. Beide umfassen einen individuellen Lernplan und Anpassungen im Unterricht. Moderate ergänzt dreimal wöchentlich eine Kleingruppe für Lern- und Organisationsstrategien. Die Seite nennt weder Gebührenjahr noch Abrechnungszeitraum. Lassen Sie Förderumfang, aktuellen Preis und Eignung für Ihr Kind schriftlich bestätigen; Einzelförderung und Nachhilfe können zusätzlich kosten.
Kosten für 2026/27
Das zweiseitige Finanzdokument ist ausdrücklich mit 2026/27 datiert.
| Posten |
Betrag und Zweck |
| Jährliches Schulgeld |
CHF 128’000 einschliesslich Unterricht, Unterkunft und Verpflegung an sieben Tagen |
| Bewerbung |
Einmalig CHF 500 bei Einreichung |
| Beitrag zur Campusentwicklung |
Einmalig CHF 10’000 für neu aufgenommene Kinder |
| Kaution |
CHF 10’000 zusätzlich zum Schulgeld; normalerweise Rückzahlung innerhalb von drei Monaten nach Ende des Schulbesuchs |
| Persönliches Ausgabenkonto |
Jährlich empfohlene CHF 10’000, von der Schule verwaltet |
Schulgeld, Bewerbung und Campusbeitrag ergeben für ein neues Kind CHF 138’500. Das ist unsere Rechnung vor Kaution und persönlichen Ausgaben. Die Kaution ist keine jährliche Gebühr; das Ausgabenkonto ist kein pauschaler Schulgeldaufschlag. Bei Stornierung der Einschreibung wird die Kaution nicht erstattet.
Zum Schulgeld gehören reguläre Schulaktivitäten und Ausflüge, Skipass und Gruppenkurse im Winter sowie Gesundheitszentrum und Schulversicherung. Schweizer Aufenthaltsbewilligung und kommunale Abgaben sind ebenfalls enthalten. Laptop und SIM-Karte werden gestellt; die Ausrüstung muss zurückgegeben werden.
Zusätzlich entstehen unter anderem Ausgaben für Uniform, Material, Mobilfunkvertrag, externe Behandlungen und bestimmte Fahrten. Einzelunterricht, besondere Förderung, Hochschulbewerbungen und externe Prüfungen können ebenfalls berechnet werden. Trotz enthaltener Versicherung verlangt das Dokument einen Gesundheitsbeitrag von CHF 300 pro Semester.
Für Uniform sowie Schul-, Kunst- und IT-Material empfiehlt das Dokument etwa CHF 2’500 pro Jahr. Ski- oder Snowboardausrüstung und LAS-Skikleidung werden, mit Zustimmung der Eltern, auf CHF 1’000–5’000 geschätzt. Optionale Reisen mit Übernachtung liegen bei etwa CHF 2’000 pro Jahr. Ein Transfer von einem Schweizer Flughafen ausserhalb der offiziellen Reisetage kostet ab CHF 350. Externe Wäscherei ist ein Zusatzdienst nur für Grades 7–8. Die Liste ist nicht abschliessend; vereinbaren Sie Ausgabenlimits.
Ein gesonderter Preis für das Fünftageinternat steht nicht in der Tabelle. Fordern Sie ein Angebot an, statt zwei Siebtel vom Vollinternatspreis abzuziehen.
Zahlung und Rücktritt
Schulgeld und Campusbeitrag sind am 1. April fällig, bei späterer Aufnahme innerhalb von zehn Tagen nach der Zusage. Das persönliche Konto soll bis 1. August oder vor Anreise gedeckt sein.
Für die Kaution nennt das Finanzdokument zehn Tage ab Zusage, die Aufnahmeseite dagegen zehn Arbeitstage. Lassen Sie die konkrete Frist im Angebot bestätigen.
Laut Gebührenseite werden bei Stornierung vor dem 1. April alle Gebühren ausser Bewerbung und Kaution erstattet. Vollständige Regeln für spätere Stornierungen oder einen unterjährigen Austritt fehlen dort. Prüfen Sie diese Vertragsklauseln vor der Annahme, besonders bei unsicherem Umzug oder kurzem Aufenthalt.
Unsere Einschätzung
LAS ist eine gute Option, wenn Ihr Kind ein Internat möchte, Bergsport schätzt und einen englischsprachigen Bildungsweg mit unterschiedlichen Abschlussmöglichkeiten sucht. Die Wahl zwischen IB und LAS-Diplom ist sinnvoll, sofern die Fächer die späteren Hochschulanforderungen erfüllen.
Weniger passend ist die Schule, wenn das Leben zu Hause Vorrang hat oder ausdrücklich eine Schweizer Maturität gesucht wird. Bei grösserem Förderbedarf zählen ein verbindlicher Förderplan und die Gesamtkosten mehr als eine allgemeine Inklusionszusage.
Quellen für dieses Porträt
Offizielle Seiten und Dokumente, die wir gelesen haben. Wenn eine Zahl für Budget oder Bewerbung zählt, öffnet den Link und prüft, ob er noch gilt.
Freundliche Orientierung, kein Antrag. Termine, Gebühren und Programme ändern sich. Alles bei der Schule prüfen.